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Häufig
gestellte Fragen.

Was bedeutet 
psychologische (auch psychosoziale) Beratung?

Die psychologische Beratung (auch psychosoziale Beratung) bildet neben Medizin, Psychologie und Psychotherapie die vierte Säule im österreichischen Gesundheitssystem. Psychologische Beratung ist die professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Sie trägt dazu bei, belastende oder schwer zu bewältigenden Situationen zu erleichtern, zu verändern und einer Lösung zuzuführen. Das psychologische Beratungsmodell ist ebenso eine Hilfestellung für Menschen, die für ihr Leben eine neue Richtung suchen, ihre Beziehungsfähigkeit fördern und sich persönlich weiterentwickeln wollen. Psychologische Beratung ersetzt KEINE psychotherapeutische oder eine medizinische Behandlung.

Psychologische Beratung vs. Psychotherapie?

Psychotherapeut:innen und Psychologische Lebensberater:innen sind beide Berufsgruppen, die sich mit der Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen befassen. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Berufen besteht darin, dass Psychotherapeut:innen befugt sind, psychische Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Die Entscheidung, ob man zu Psychotherapeut:innen oder Psychologischen Lebensberater:innen geht, hängt von der Art der Unterstützung ab, die man benötigt. Wer keine psychische Erkrankung hat, sondern Unterstützung bei der Bewältigung von Lebensproblemen benötigt, ist mit psychologischen Lebensberater:innen bestens beraten.

Themen & Beratungsfelder der psychologischen (psychosozialen) Beratung:

Psychologische (psychosoziale) Berater:innen betreuen Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Menschen, die eine Beratung oder ein Coaching in Anspruch nehmen, stehen meist vor Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen sie sich nicht (mehr) gewachsen fühlen – sowohl beruflich, familiär als auch privat. In den folgenden Bereichen kann psychologische Beratung stattfinden: 
 

  • Persönlichkeitsthemen: Lebenssituationsanalyse, Bewältigung von Krisen, Stärkung persönlicher Ressourcen, Selbstwertstärkung, Entscheidungsfindung und Handlungskompetenz sowie Resilienz, Burnout, Mobbing und vieles mehr. ​

  • Berufliche Themen: ​Berufswahl, Karriereentwicklung, Psychohygiene, Alltags- und Arbeitsorganisation, Motivation, Work-Life-Integration.

  • Lebensabschnitt-Themen: Umgang mit Krankheit und Tod, Trauerarbeit, Verlustbewältigung.

  • Persönliche Beziehungsthemen: Partnerschafts- und Ehethemen, Familienthemen, Scheidungs- und Trennungsthemen, Erziehungsthemen, Sexualthemen.

  • Soziale Beziehungsthemen: Konfliktthemen und Konfliktmanagement, Gruppen und Teamthemen.

  • Kommunikationsthemen: Soziales Kommunizieren und Lernen, Gesprächs- und Führungsverhalten, Entwicklung von partnerschaftlichen Kommunikationsverhalten.

Woran erkenne ich den richtigen Zeitpunkt
für Psychologische Beratung oder Mental
Coaching?

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt dafür, psychologische Beratung oder Coaching in Anspruch zu nehmen. Sobald du das Gefühl hast, dass deine Sorgen deinen Alltag bestimmen und du dadurch anhaltende Einschränkungen, wie beispielsweise Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsverlust oder Übellaunigkeit erfährst, kann eine psychologische Beratung helfen.
 

Die Vielfalt der Themen und Fälle ist grenzenlos. Grundsätzlich beschreibt die betroffene Person ein Thema, ein Problem, eine Hürde oder eine zu meisternde Herausforderung des alltäglichen Lebens oder eine solche, der man immer wieder begegnet. Manchmal kann das Thema von der Person bereits konkret benannt werden; manchmal ist es auch nur ein undefiniertes Unbehagen oder der Wunsch nach einer konkreten Veränderung. Immer steht eine gewünschte Zustandsverbesserung im Raum.
 

Auch für Angehörige von Personen mit psychischen Erkrankungen kann eine professionelle Unterstützung in eigener Sache erleichtern und wohltuend sein. Wichtig ist immer: Jede Person entscheidet selbst, wann der Zeitpunkt richtig ist, um psychologische Beratung, Hilfe, Begleitung und Stärkung in Anspruch zu nehmen. Und manchmal ist es schon ausreichend zu wissen, dass jemand da ist. Gehört, gesehen und wertgeschätzt.

Was bedeutet humanistisch-existentielle Orientierung?

Allen Ansätzen der humanistisch-existentiellen Orientierung liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder Mensch über ein inneres Entwicklungspotential verfügt. Im Mittelpunkt dieser Verfahren steht der Mensch mit seinem Streben nach Verwirklichung. Um die Klient:innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, werden Anregungen, aber keine Ratschläge, erteilt. Bei diesen Ansätzen, steht die Selbsterfahrung sowie die Selbstverwirklichung der Klient:innen im Vordergrund. Es geht um die Entdeckung und Wiederaneignung gehemmter und/oder blockierter Persönlichkeitsanteile sowie um die Kreativitätssteigerung und die Erhöhung der Kontaktfähigkeit, um dadurch zu einem selbstverwirklichten Leben zu gelangen.

Humanistisch-existentielle Ansätze in der Lebens- und Sozialberatung haben sich aus der Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl, der Gestalttherapie nach Fritz und Lore Perls, der Integrativen Gestalttherapie und Integrativen Therapie nach Petzhold, der Gesprächstherapie nach Rogers sowie dem Psychodrama nach Jakob Levy Moreno entwickelt. Humanistisch-existentielle Ansätze in der Lebens- und Sozialberatung sind gleich wie tiefenpsychologisch-psychodynamische Ansätze in ihrer Beratungsausrichtung prozessorientiert.

Was bedeutet systemisch-soziodynamische Orientierung?

Systemisch-soziodynamische Ansätze ließen sich in ihrem Menschenbild auch der humanistischen Orientierung zuordnen, jedoch ist in diesen Ansätzen nicht die Einzelperson sondern das soziale System, innerhalb dessen sich der Mensch bewegt (Familie, Paar, Gruppe etc.), im Fokus der Lebens- und Sozialberater:innen. Im Unterschied zu den humanistisch-orientierten Ansätzen, in dem der Fokus auf das System gerichtet ist, wird bei den systemisch-soziodynamischen Ansätzen der Fokus der Lebens- und Sozialberater:innen vom System auf die Klientin gerichtet. Aus diesem Grund sind jene Ansätze, welche den Fokus der Lebens- und Sozialberatung auf das System gerichtet haben, nicht den humanistisch-existentiellen Ansätzen zugeordnet, sondern in einer eigenen Kategorie zusammengefasst.

 

Bekannte Ansätze systemisch-soziodynamischer Orientierung, aus welchen sich Methoden der Lebens- und Sozialberatung entwickelt haben, sind die Systemische Familientherapie nach Virginia Satir sowie das Neurolinguistische Programmieren NLP nach Grinder und Bandler. Systemisch-soziodynamische Ansätze in der Lebens- und Sozialberatung sind in ihrer Beratungsausrichtung zielorientiert.

Welche Methoden werden in den Einheiten angewendet?

Im Unterschied zu einem Alltagsgespräch werden in den Beratungs- und Coaching Einheiten unterschiedliche Gesprächstechniken angewendet. Jede weitere Methode wird unterstützend nach Bedarf hinzugezogen. Wie diese Methoden am besten kombiniert werden können, hängt von der Persönlichkeit, dem Umfeld und den individuellen Zielen der einzelnen Person ab. Viele dieser Basistechniken und Modelle sind der Psychotherapie entlehnt und werden in Mischformen verwendet.

 

Weitere unterstützende Kreativmethoden, wie beispielsweise die Arbeit mit Metaphern, Brainstorming, Mindmapping, Mal- und Schreibmethoden oder auch arbeiten mit Karten, sanfte Aufstellungen mit Figuren oder Gegenständen können genutzt werden, um kreative Prozesse zu unterstützen. 

Was genau bedeutet Trauma Sensibilität
in der Beratung?

Es geht hier um die Sensibilität für das Thema Trauma (im speziellen frühe Verletzungen, Bindungsambivalenzen und Entwicklungstrauma) und den Umgang mit Menschen, die unter Trauma Folgeerscheinungen auf körperlicher und/oder psychischer Ebene leiden. Dies setzt voraus, dass die beratende Person über anwendbares Wissen von Trauma-Dynamiken verfügt und dieses Wissen vermitteln kann. Dein verkörpertes Wissen über Trauma ist eines der größten Hebel für mehr Gelassenheit, Sicherheit und Erfolg.

Traumasensible Beratung ist KEINE Traumatherapie und will diese nicht ersetzen. Dieses Angebot richtet sich an gesunde Menschen mit oder ohne Trauma Hintergrund – ohne psychisches Krankheitsbild. In der traumasensiblen Beratung arbeiten wir mit den heute spürbaren Folgen und Beschwerden. Es ist also nicht wichtig, das eigene Trauma zu kennen, noch muss man die traumatischen Ereignisse wiedergeben. Schwere psychische Notfälle und Zustandsbilder gehören in einen geschützten traumatherapeutischen Rahmen. Wenn du eine psychische Diagnose erhalten hast und du zusätzlich zu deiner Therapie traumasensible Unterstützung wünschst, ist das möglich und ich begleite dich gerne.

Was sind Einsatzbereiche für mentales Training?

Mentaltraining ist eine sehr lösungs- und ressourcenorientierte Methode, um das Beste aus sich herauszuholen und große Ziele zu erreichen. Mentales Training ist sehr vielseitig einsetzbar und wird auch in vielen medizinischen Programmen integriert. 

 

  • Persönlichkeitsentwicklung: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, persönliches Wachstum, Selbstmanagement, Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmung, Entspannung, geistige Leistungsfähigkeit.

  • Betriebliche Gesundheitsförderung, Kommunikation – Macht der Sprache, Umgang in Konfliktsituationen, lösungsorientiertes Denken, Entspannung und Balance, Stressmanagement.

  • Lebensstil-Änderung: Gewichtsreduktion, Nichtraucher werden, mehr Bewegung und Fitness

  • Ängste – Prüfungsangst, Angst vorm Zahnarzt/ Fliegen, vor Spritzen etc.

  • u.v.a.m.

Ersetzen die 8 Module im psychologischen Mindset-Training eine psychologische Beratung?

Die acht Module im Online-Kurs bieten einen fundierten Leitfaden, um an deinen persönlichen Themen zu arbeiten und können alleine oder zusätzlich in eine laufende Beratung (Coaching) zur Persönlichkeitsförderung integriert werden.

Wie kann man als Laie die Qualität in der Beratung überprüfen? Und was genau ist ImpulsPro?

Die Begriffe „Beratung“ und „Coaching“ sind in Österreich rechtlich geschützt. Nicht jede Person kann Beratung und Coaching anbieten. Am besten immer nach den Qualifikationen auf der Homepage der anbietenden Person nachsehen oder nachfragen. Damit du weißt, woher diese Person das Wissen, die Berechtigung und die Methoden hat.

Grundsätzlich beträgt die Mindestausbildungsdauer 5 Semester, zusätzlich zur methodischen Ausbildung von zumindest 584 Stunden ist fachliche Tätigkeit im Ausmaß von 750 Stunden und Einzelselbsterfahrung im Ausmaß von 30 Stunden vorgeschrieben - Stand 2021 nach dem österreichischen Bundesgesetz
blatt Nr. 140/2003 sowie Nr. 112/2006.

Meiner Haltung entsprechend praktiziere ich ein wertschätzendes und gleichwertiges Miteinander. Meine Mitgliedschaften in der Wirtschaftskammer Wien und im BVPPT (Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie e.V.) unterstreichen diesen pädagogisch-therapeutischen Rahmen. 
Die Qualität der eigenverantwortlichen beraterischen Arbeit mit Klient:innen wird durch regelmäßige Weiterbildungen gesichert. Dies hat den Vorteil, dass die Arbeit einer ständigen Qualitätskontrolle unterzogen wird. 

Als Dachmarke für eine entsprechend qualifizierte Beratung wurde von der Wirtschaftskammer "ImpulsPro“ ins Leben gerufen. Unter diesem Logo können Klient:innen sicher darauf vertrauen, in den Bereichen Ernährung, Sport, Bewegung und psychosoziale Lebensfelder BeraterInnen zu finden, die dazu wirklich befähigt und auch befugt sind. Der Fachverband der Personenberatung und Personenbetreuung ist Inhaber der geschützten Marke „ImpulsPro", die beim Österreichischen Patentamt registriert ist.

Woran kann ich selbst im Beratungsprozess gute Beratung erkennen?

Mit folgenden Fragen kannst du selbst in dich hineinspüren:

  • Habe ich den Eindruck, dass der Berater / die Beraterin mich und mein Anliegen versteht?

  • Bekomme ich neue Denk- und Handlungsanstöße?

  • Gewinne ich durch die Beratung einen besseren Einblick in meine Situation?

  • Machen mir die Erfahrungen in der Beratung Mut?

  • Hilft mir die Beratung dabei, auftretende Schwierigkeiten besser zu bewältigen?

  • Erhalte ich genügend Zeit und Raum, um meinen eigenen Weg zu finden und seine Konsequenzen zu bedenken?

Ist ein Erstgespräch  kostenpflichtig?

Ein Erstgespräch ist der Grundstein einer beraterischen Beziehung und dient dem Kennenlernen sowie der Klärung deiner Anliegen, Erwartungen, Fragen und Zuständigkeiten. In diesem ersten Gespräch mache ich mir ein ausführliches Bild darüber, ob bei der bestehenden Thematik ein Selbsthilfe- und Beratungsangebot ausreichen kann und wie das in etwa aussieht. Darüber hinaus spielt die Sympathie eine wichtige Rolle, denn schließlich geht es um sehr private und persönliche Angelegenheiten, die du in unserer Zusammenarbeit mit mir teilst. Daher ist es mir wichtig, dass du dich mit mir rundum wohlfühlst. Nur dann kann ich dich in deinem Anliegen und Veränderungsprozess vertrauensvoll begleiten, bereits ab dem ersten Gespräch. Daher gilt für Erstgespräche der Tarif von EUR 120,- für 66 Minuten.


Ein kostenfreier Sympathie-Check (Video, oder Telefon) kann vor einem ausführlichen Erstgespräch gerne in Anspruch genommen werden!

Wie viele Termine werden wir brauchen?

Zu Beginn kenne ich dich nicht. Selbstverständlich muss ich die wichtigsten Fakten zu der Situation wissen, in der du dich befindest, damit ich verstehen kann, wovon du sprichst. Einzig gebe ich den Rahmen und den möglichen Prozess vor. Ziel ist immer meine Unterstützung zu deiner Selbsthilfe.
 

Es gibt Menschen, die schon nach ein, zwei Einheiten so viel erreicht haben und den Rest allein schaffen. Andere kommen in regelmäßigen Abständen von einigen Wochen zu mir, um gemeinsam zu überprüfen, wo sie gerade stehen - was schon gut läuft und wo noch Unterstützung benötigt wird, oder es hat sich in der Zwischenzeit ein neues Thema aufgetan, das gesehen werden will.
 

Meine Grundregel lautet „Man darf immer wieder neu entscheiden!“ Grundsätzlich legst du die Anzahl der Termine fest und entscheidest von Einheit zu Einheit neu. Dein Thema, deine Tiefe, dein Tempo.
 

Grundlegende Veränderungsprozesse können sich manchmal über Monate hinziehen. Wenn du dabei Beratung, Klärungshilfe, Stärkung oder Unterstützung möchtest, haben sich aus meiner Praxis Abstände von 2 bis 8 Wochen zwischen den einzelnen Terminen am besten bewährt. Ich bin an deiner Seite, solange du es wünscht und mir den Auftrag dazu erteilst – gerne von Termin zu Termin.

Wie ist die Absage von Terminen geregelt und wie vertraulich sind die Gespräche?

Bitte komme pünktlich zum Präsenztermin und online - etwaige Verspätungen können nicht berücksichtigt werden. Ein Termin kann kostenfrei bis zu 24 Stunden vorher abgesagt werden. Danach wird der Tarif zu 100 % verrechnet.

Alle Angebote unterliegen strengster Vertraulichkeit! Lebens- und Sozialberater sind wie Psychotherapeuten und Ärzte zur Verschwiegenheit verpflichtet, das bedeutet, dass ich nichts, was du mit mir besprichst, an Dritte weitergeben darf. Du allein entscheidest, ob, was und wem du von unseren Sitzungen erzählst. Ich biete dir dazu einen geschützten Raum für all deine Themen in den Beratungen - achtsam, wertschätzend und in deinem Tempo.

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