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Was bleibt nach der rosa Brille? Phasen einer Liebesbeziehung


Liebe auf den ersten Blick, wir zwei bis ans Ende der Welt. Wenn sich nach der ersten Verliebtheitsphase die berühmte "rosa Brille" in Luft auflöst und stattdessen erste Turbulenzen im Alltagsleben aufziehen, sind viele Paare enttäuscht oder denken sogar an Trennung. Dabei ist dieses Bild der Realität ein normaler und sogar wichtiger Verlauf für die nächste Beziehungsphase. Die meisten Beziehungen durchlaufen unterschiedliche Beziehungsphasen – das Wissen über diese unterschiedlichen Phasen kann dich in deiner Beziehung unterstützen, emotionale Herausforderungen leichter zu überstehen. Echte Liebe ist ... die Zeit nach der rosa Brille!


Die Zeiträume der einzelnen Beziehungsphasen können individuell sehr unterschiedlich sein, dennoch ergibt sich durchaus ein Muster. In jeder Beziehung gibt es Hochs und Tiefs, die wenigsten Beziehungen verlaufen geradlinig. Wer sich dessen bewusst ist, kommt mit Schwierigkeiten eventuell besser zurecht und ist sich selbst und seinem Beziehungsmenschen gegenüber wohlwollender eingestellt.


Phase 1: Verliebtheit

Diese erste Phase ist besonders aufregend und im wahrsten Sinne des Wortes ein Ausnahmezustand für unseren Körper, unser Herz und definitiv unser Gehirn. Verliebte Menschen können in dieser Phase an nichts anderes denken als an den Liebsten oder die Liebste. Alles ist neu und aufregend. Auch die Körper von Verliebten produzieren unter anderem menschliche Duftstoffe, sogenannte Pheromone, die den Eigengeruch unterstreichen. Diese Duftstoffe sorgen dafür, dass die auserwählte Person für ihren Partner oder ihre Partnerin nicht nur attraktiv aussieht, sondern auch gut riecht. Auch wird jede Menge Oxytocin, das bekannte „Kuschel-oder Bindungshormon“ ausgeschüttet, wenn sich Menschen zärtlich berühren. Ein Grund dafür, weshalb frisch Verliebte die erste Phase der Beziehung oft Arm in Arm verbringen und sich generell körperlich sehr nah sind. Oxytocin stimuliert außerdem die Ausschüttung weiterer Stoffe, darunter Dopamin, – ein Glücksbotenstoff.

Dieser Hormon-Mix kann sich jedoch sehr ungünstig auf unser Urteilsvermögen auswirken. Denn verliebten Menschen fehlen in der ersten Phase der Beziehungsanbahnung oftmals Antennen für Warnsignale. Gerne übersieht man bereits offensichtliche ungesunde Verhaltensweisen, die für den weiteren Bindungsverlauf schwierig werden können. Die Dauer der Verliebtheit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche spüren Gefühle der Verliebtheit von bis zu drei Monaten und einem Jahr, andere hingegen sind bis zu 20 Monaten verliebt.

Phase 2: Vertrauen aufbauen

Wer in eine andere Person verliebt ist, sieht in ihr alles, was er sich von einem Partner oder einer Partnerin wünscht. Die eigenen Träume werden durch diesen Menschen plötzlich wahr. Wer also übergroße Eigenprojektionen in der Verliebtheit auf den Partner oder die Partnerin richtet, ist nach Ende der ersten Verliebtheitsphase oftmals sehr enttäuscht.


Ist die rosa Brille abgesetzt, kann dennoch Liebe entstehen und zwar dann, wenn die Wertschätzung für die andere Person erhalten bleibt. Oftmals ist es jedoch so, dass die Macken und Eigenheiten im Alltag nicht mehr so anziehend wirken wie zu Beginn des Kennenlernens. So können Themen wie Unpünktlichkeit oder Unordnung aufkommen und diese und andere ungeliebten Verhaltensmuster oder Gewohnheiten des Gegenübers können zu Missstimmung und Zweifel an der Beziehung führen. Die zentrale Frage in dieser Phase ist die Frage nach Sicherheit: „Hältst du zu mir, wirst du für mich da sein?“ Diese zweite Phase ist meist die schwierigste Zeit in einer Liebesbeziehung und setzt innerhalb der ersten zwei Beziehungsjahre ein. Unterschiedliche Vorstellungen können zu Enttäuschung, Traurigkeit, Wut und Streit führen. Viele Paare trennen sich innerhalb der ersten ein bis zwei Jahre. Ein Paar, dem es gelingt, die zu Beginn erlebte Romantik zu erhalten, hat gute Chancen für eine lang anhaltende Verbindung und in Phase 3 zu landen.


Phase 3: Bindung & Loyalität

Paare, die es in die dritte Phase schaffen, lernen sich hier erst wirklich kennen und binden sich emotional tiefer. Das bedeutet, die Werte des anderen anzuerkennen und diesen Menschen als ganze Persönlichkeit wertzuschätzen. Engagement und Loyalität sind dafür eine wichtige Beziehungsbasis. Glückliche Paare gehen sanfter und wohlwollender miteinander um, als diejenigen, die in unglücklichen Beziehungsdynamiken verstrickt sind. Im Gegensatz zu unglücklichen Paaren vermeiden glückliche Paare destruktive Verhaltensweisen wie Kritik, Verteidigung, Verachtung oder Mauern.

Ein wesentlicher Schlüssel für gegenseitiges Vertrauen ist die Fähigkeit, Konflikte aus dem Blickwinkel der anderen Person zu betrachten. Folgende Verhaltensweisen können Paare unterstützen, sich einander anzunähern, selbst wenn die Standpunkte weit auseinanderliegen:

  • Das Bewusstsein für den Schmerz des Partners oder der Partnerin

  • Die Toleranz, also den Standpunkt des anderen akzeptieren können

  • Die Verbundenheit, ein Gefühl für die Bedürfnisse des Partners oder der Partnerin

  • Der Versuch, den Partner oder die Partnerin zu verstehen

  • Zuhören, ohne sich zu verteidigen

  • Einfühlungsvermögen

Paare, die sich nach dieser Verhaltensweise annehmen können, sind besser aufeinander abgestimmt. Sie erkennen dadurch leichter Gemeinsamkeiten und Trennendes - und sie akzeptieren beides. Das bedeutet nicht, dass keine Konflikte mehr auftauchen, jedoch lassen sich diese konstruktiv lösen. Diese Art der Beziehung ist in dieser Phase nicht mehr das emotionale Verliebtheitsgefühl vom Beginn des Kennenlernens, sondern eine Verbindung auf einer höheren Ebene: verlässlich, sicher, wohlwollend und stabil.


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